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Ottweiler ist reich an Tradition und Geschichte. Tradition und Geschichte wurden von den Nassauer Grafen und Fürsten entscheidend geprägt. In einem eigens gestalteten barocken Zimmer des Stadtgeschichtlichen Museums werden Porträts der Fürstenfamilien und Porzellan-Repliken auf Dauer vorgestellt. Mit Wilhelm Heinrich regierte erstmals von 1741 bis 1768 ein Fürst die Grafschaft Saarbrücken und damit auch Ottweiler. Ihm folgte in der Regentschaft sein Sohn Ludwig, bei uns besonders bekannt durch seine 2. Ehe mit Katharina Kest, der Reichsgräfin von Ottweiler. Ludwigs Sohn, Erbprinz Heinrich konnte, bedingt durch die Wirren der Französischen Revolution, sein Erbe nicht mehr antreten. 1793 war die Grafschaft Nassau-Saarbrücken erloschen. Auf den Fürsten geht im Übrigen die Erstausgabe der Saarbrücker Zeitung zurück, die in Form eines Wochenblatts im Jahre 1761 ihren Anfang nahm.

Ottweiler, das „Schatzkästlein“ des Saarlandes, hat Geschichte und Tradition. Daher war es dem damaligen Bürgermeister, Herrn Hans-Heinrich Rödle, bereits zu Beginn seiner Amtszeit  ein Anliegen, diese Tradition auszubauen und mit Leben zu erfüllen. Ein wichtiger Baustein dafür war die Gründung des Vereins Stadtgeschichtliches Museum Ottweiler e. V. und die Einrichtung eines Stadtmuseums, das den Reigen der anderen Museen in Ottweiler ergänzt.

Der Auf- und Ausbau des Stadtmuseums standen im Vordergrund. Das Angebot an zahlreichen Vortragsveranstaltungen oder Exkursionen wurde von Anfang an genutzt. Zahlreiche Ausstellungen, die Herausgabe von Publikationen und einer eigenen Schriftenreihe beweisen die Vitalität der musealen Szene.

Das Stadtmuseum hat glücklicherweise viele Freunde, Gönner und Sponsoren, denen wir an dieser Stelle einen herzlichen Dank übermittlen.

Die Leistungen für das Stadtmuseum werden vor allem durch die große Schar der ehrenamtlichen Kräfte ermöglicht. In vielen Stunden galt es und gilt es, Einzelbesucher zu informieren, Gruppen zu führen, Routinearbeiten auszuführen, Kontakte nach außen zu pflegen und zu nutzen. Allen, die daran Anteil hatten und haben, sei hiermit herzlich gedankt!

In Ottweiler leben wir unmittelbar und bewusst in der Tradition vergangener Zeiten. Aber mit gleicher Kraft gestalten wir die Gegenwart und auch die Zukunft. Ottweiler mit den zugehörigen Stadtteilen ist ein Gemeinwesen mit hoher Lebensqualität und bietet Platz zum Wohlfühlen für Familien, Singles und Senioren. Tradition. Innovation und Zukunft haben Raum. 

 

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Das Rote Kreuz ist die älteste internationale Friedens- und Bürgerinitiative. Drei Jahre nach der grausamen Schlacht bei Solferino in Italien gründete der Schweizer Staatsbürger Henri Dunant, der das Kampfgeschehen aus nächster Nähe als Beobachter miterlebt hatte, 1862 das „Internationale Komitee vom Roten Kreuz“. Zwei Jahre später unterzeichneten 1864 zwölf Staaten die sogenannte „Genfer Konvention“, mit der die von Dunant angeregten Schutzbestimmungen für Leben und Gesundheit sowie die Würde des Menschen mit dem Ziel des gegenseitigen Verständnisses, der Freundschaft und Zusammenarbeit sowie eines dauerhaften Friedens völkerrechtlich verankert wurden.

Am 30. April 1913 wurde in Ottweiler ein eigener Ortsverein des Deutschen Roten Kreuzes gegründet. Damals trafen sich 38 Interessenten im Saal des früheren Hotels Kaiserhof in der heutigen Wilhelm-Heinrich-Straße und wählten den amtierenden Bürgermeister Ludwig Blank zum Vorsitzenden.

In unserer heutigen weitgehend unfriedlichen Welt mit Unterdrückungen, Vertreibungen, Terror und Diskriminierungen ist das Rote Kreuz notwendiger denn je. So hat die humanitäre Arbeit dieser internationalen Bewegung einen hohen Stellenwert und ist in allen Teilen unserer Welt gefragt, oft in Bereichen, die für sie sehr gefährlich sind.

In unserer Stadt kann die Arbeit des Roten Kreuzes in Frieden und Sicherheit geleistet werden. Sie dient vor allem den Menschen, die sich in Not befinden, die schwach oder krank sind und von daher besonders den Schutz und die Fürsorge der Gemeinschaft benötigen.

Der Ortsverein Ottweiler im deutschen Roten Kreuz verbindet heute Tradition mit Innovation. Er hält an bewährten Werten fest und stellt sich auch den Herausforderungen der Zukunft. Er leistet seinen Dienst im Sanitätszug, in der Sozialarbeit und aktiviert die Tätigkeit der Jugend-Rotkreuzes.

Im Jahre 2003 bestand der Ortsverein Ottweiler des Deutschen Roten Kreuzes 90 Jahre. Die AUsstellung im Stadtgeschichtlichen Museum in der Zeit vom 11. Juli 2004 bis zum 15. Oktober 2004 aus Anlaß dieses Jubiläums leistet einen recht anschaulichen Beitrag zur Geschichte unserer Stadt. Sie wollte aber auch das stetige ehrenamtliche Engagement des Ortsvereins im Deutschen Roten Kreuz würdigen.

 

 

 

 

 

Plakatemuseum0003Mitten im ältesten Bereich unserer Stadt erinnert „Im Schloßhof“ der „Quakbrunnen“ seit nunmehr zweiundsiebzig Jahren an ein Brauchtum, das in früheren Jahren vor allem von Kindern der letzten Volksschulklassen alljährlich an Pfingstmontag gepflegt wurde. Zwar gelang es in den Jahren nach 1934 leider nicht, die praktizierte Art der Vertreibung der letzten „Wintergeister“ wieder zu beleben, doch hat sich in Ottweiler erfreulicherweise die Durchführung der sogenannten „Hammelskerb“, manchen Widerständen zum Trotz, bis heute erhalten.

Die Geschichte der Hammelsgesellschaften führt in unserer Stadt nachweisbar in das 19. Jahrhundert zurück, in jene Jahre, in denen die noch überwiegend bäuerlich geprägte Bevölkerung die bekannten Kram- und Viehmärkte als gesellschaftliche Ereignisse und die Kirmes als eines der ganz großen Feste im Jahreslauf besonders zu schätzen wußte.

Wie beim Pfingstquak liegen die Wurzeln des Kirmesbrauchtums, zu dem auch das Hammelaustanzen mit all seinen Erscheinungsformen gehörte, Jahrhunderte zurück. In Ottweiler bestanden in früheren Jahren die alten Hammelsgesellschaften in den Ortsbereichen Gäßling, Neumünster und Ziegelhütte. Im Jahre 1948 wurde die Kultur- und Hammelsgesellschaft Neu-Mexiko "auf der Siedlung" aktiv.

Fast wäre die Ottweiler "Hammelskerb" im Strudel unserer hektischen Zeit im Laufe des zwanzigsten Jahrhunderts völlig verschwunden. Dankenswerterweise hatten aber breits im Jahre 1975 sechzehn entschlossene Bürgerinnen und Bürger im Ortsteil Neumünster die Initiative ergriffen und ermöglichten mit ihrem Engagement für die Erhaltung des alten Brauchtums die Durchführung der traditionellen Veranstaltung bis in unsere Tage.

 

In einer sehr ansprechenden Ausstellung vermittelten die Aktiven der Hammelsgesellschaft Neumünster in der Zeit vom 7. November 2004 bis zum   27. Februar 2005 einen sehr anschaulichen Einblick in Geschichte und Ausübung des historischen Brauchtums. Die noch vorliegende Broschüre unterrichtet den interessierten Leser über alles Wissenswerte zum Kirmesbrauchtum in Ottweiler.

 

 

 

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Bürgermeister Rödle eröffnete am 2. November 2003 vor einer großen Anzahl von Gästen eine neue Ausstellung im Stadtgeschichtlichen Museum Ottweiler. Die Malgruppe Ottweiler präsentierte sich und ihre Arbeit.

Dafür gab es einen besonderen Anlass: 15 Jahre zuvor war dieser Zusammenschluss von Hobbymalern aus Ottweiler und Umgebung entstanden. Ihre Wiege war der Aquarellmalkurs der Volkshochschule Ottweiler unter der Leitung von Klaus Krämer. Die meisten hatten noch keine Erfahrung mit dieser besonders schwierigen Technik, aber, mit Geduld und Ausdauer und dank der großen pädagogischen Fähigkeit ihres Lehrmeisters Klaus Krämer stellten sich schon bald erste Erfolge ein. Bereits zwei Jahre später, im Oktober 1990, wagten die Künstler ihre erste öffentliche Ausstellung. Es folgten zahlreiche Gruppen- und Einzelausstellungen.

Neue Leute und andere Techniken, insbesondere Ölmalerei, kamen hinzu.

Die Mitglieder unterstützten sich gegenseitig bei ihrer Arbeit und qualifizierten sich in Kursen weiter. Sie beteiligten sich auch an öffentlichen Aktivitäten wie dem Tenschplatz –Maltreff oder den Saarlandtagen. Viele von ihnen fanden öffentliche Anerkennung. Beim Wettbewerb um den Saarlandteller belegten Mitglieder der Malgruppe mehrere Male hervorragende Platzierungen.

 

Die Aussteller waren:

            Senta Blankenmayer,

  Doris Bleimehl,

    Helga Bleimehl,

 Renate Cloß,

   Wolfgang Fell,

             Irmgard Grundhöfer,

   Klaus Krämer,

                      Inge Müller - Luxenburger,

   Hiltrud Pause,

   Eckart Polzin,

    Ruth Schmidt,

        Liane Schöpfer,

      Sigrid Wälder,

             Hermann Wagner,

              Karl Zimmermann.