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Plakatemuseum0014Wenn während der Nachtstunden die Martinshörner der Einsatzfahrzeuge der Feuerwehr ertönen und mancher Mitbürger erschrocken aufwacht, kann er in der Regel beruhigt wieder weiterschlafen; denn er weiß, es sind Männer und auch Frauen bereit, in uneigennütziger Weise in kürzester Zeit zu einer Brandstätte oder Unfallstelle zu eilen und mit modernsten Mitteln den Kampf gegen das Feuer aufzunehmen oder Verletzte zu bergen.

Um 1550, bereits zur Zeit der Verleihung der Stadtrechte durch Kaiser Karl V. an den Grafen Johann I. von Nassau -Saarbrücken für seine Residenz Ottweiler existierte für Saarbrücken und St. Johann eine gräfliche Feuerordnung, die vermutlich auch für unsere Residenz Gültigkeit hatte.

Bis zum Jahre 1875 gab es in Ottweiler immer wieder ein Hin und Her zwischen Pflichtfeuerwehr und Freiwilliger Feuerwehr. So gründete der Ottweiler Kaufmann Jakob Altmeyer in diesem Jahre aus Mitgliedern des seit 1859 bestehenden Turnvereins Ottweiler die Freiwillige Feuerwehr Ottweiler als "Freiwilliges Feuerwehr-Corps zu Ottweiler.“ Die bestehende Pflichtfeuerwehr wurde dadurch abgelöst. Dieses Corps bestand bis 1895, es löste sich auf und wurde durch eine schlecht ausgerüstete und nicht besonders schlagkräftige Pflichtfeuerwehr ersetzt.

Steinbach zusammen verfügen über 209 aktive Mitglieder, 65 Jugendfeuerwehrleute und 75 Mitglieder der Alterswehr.In den Monaten September / Oktober 1902 kam es in Ottweiler zu einer Serie von sieben Bränden. Die Pflichtfeuerwehr bewährte sich nicht. So wurde am 28. September 1902 die Freiwillige Feuerwehr Ottweiler mit 81 Mitgliedern erneut ins Leben gerufen. In diesem Jahr wurde auch die erste Jugendfeuerwehr gegründet.

Der Erste Weltkrieg brachte einen tiefen Einschnitt in die Feuerwehrarbeit. Die meisten Feuerwehrmänner wurden eingezogen, fünf von ihnen sind gefallen. Nach dem Krieg fiel es schwer, die Heimkehrer wieder zum Feuerwehrdienst zu motivieren. Zeitweise verfügte die Wehr nur noch über zehn aktive Mitglieder.

Mit der Machtübernahme durch die Nationalsozialisten im Jahre 1933 änderte sich auch das Feuerwehrwesen. Von 1936 an hieß die Freiwillige Feuerwehr Ottweiler nun "Feuerlöschpolizei Ottweiler". Das am 23. November 1938 in Kraft getretene "Reichsfeuerlöschgesetz" unterstellte die Feuerwehren direkt dem Ortspolizeiverwalter als eine Art "Polizeiexekutive besonderer Art", als eine technische Hilfstruppe für öffentliche Belange. Die Feuerwehrfahrzeuge wurden tannengrün umlackiert, die Feuerwehrmänner trugen das Polizeihoheitsabzeichen am Arm und wurden auf den "Führer und Reichskanzler" vereidigt. Die Jugendfeuerwehr wurde 1941 der Hitlerjugend (HJ-Feuerwehr) angegliedert. Während des Zweiten Weltkrieges wurde der Feuerschutz durch den Bund deutscher Mädel (BDM) und die (HJ- Feuerwehr) gewährleistet. Fast alle Feuerwehrmänner waren zum Kriegsdienst eingezogen, viele kamen nicht mehr zurück. Am 19. März 1945 marschierten amerikanische Truppen in Ottweiler ein. Das Kapitel "Feuerlöschpolizei Ottweiler" war beendet, es galten wieder die demokratischen Regeln, es gab wieder eine Freiwillige Feuerwehr Ottweiler.

Heute besteht der Löschbezirk Ottweiler der Freiwilligen Feuerwehr aus 89 aktiven Feuerwehrmännern und -frauen, 29 Jugendfeuerwehrleuten und 26 Mitgliedern der Alterswehr. Alle fünf Löschbezirke Ottweiler, Fürth, Lautenbach, Mainzweiler und

Der Löschbezirk Ottweiler ist einer der Löschbezirke des Kreises, der ständig expandiert, er ist einer der größten im Landkreis Neunkirchen.

Die moderne Ausrüstung und der hohe Ausbildungsstand unserer Freiwilligen Feuerwehrgarantieren uns ein Höchstmaß an Sicherheit.

Die 7. Wechselausstellung mit dem Titel: .

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Aus der Bürgerschaft - Für die Bürgerschaft - Die Freiwillige Feuerwehr in der Stadt Ottweiler

 

fand vom 8. April bis 30. Juni 2001 in den Räumen des Stadtgeschichtlichen Museums statt.

Dazu erschien Band 5 der Schriften des Stadtmuseums Ottweiler