Description of image1
Description of image2

Der Verein "Stadtgeschichtliches Museum" will u.a. die Erinnerung an die jüdischen Mitbürger, Männer, Frauen und Kinder, die vertrieben oder gar ermordet wurden, aufrecht halten. Anhand von Grabstellen auf dem jüdischen Friedhof hat Joachim Hoffmann in verdienstvoller Arbeit die Geschichte jüdischer Ottweiler Familien erforscht und niedergeschrieben. Die Stadt startet am 20. Februar d.J. die Aktion "Stolpersteine".

Diese Steine werden vor Häusern verlegt, in denen ehemals jüdische Bürger wohnten. Als Hilfe zur Finanzierung hatten Vorstandsmitglieder Geld gesammelt, um einen Beitrag zu leisten. Im Rahmen einer kleinen Feier im Museum überreichte der Vorsitzende H.H. Rödle (Bürgermeister a.D.) den Scheck in Höhe von 290 EUR an Bürgermeister Holger Schäfer. Rödle erinnerte dabei u.a. an den wesentlichen kulturellen Beitrag der jüdischen Familien am Leben und Gedeihen unserer Stadt. Die gute Entwickllung wurde unterbrochen, ja sogar beendet, als aufgehetzte Menschen es duldeten, dass Mitbürger einer verbrecherischen Ideologie zum Opfer fielen. "So etwas darf sich in unserem Land nie mehr wiederholen. Daher ist Erinnerung nötig, und user Verein will seinen Beitrag dazu leisten". Bürgermeister Schäfer bedankte sich ganz herzlich für die Spende. "Erinnerung in Form von Gedenktagen, Denkmälern, Schriften und eben auch Stolpersteinen ist notwendig, um Teile der Geschichte im Gedächtnis zu halten. Notwendig ist sie gerade jetzt, wo die Zeitzeugen immer weniger werden, mündliche Überlieferung verschwindet und damit Wissen verloren geht. Die Stadt wird ihrer Verpflichtung nachkommen und auch die bestehenden, an die Kriege und die Opfer erinnernden Denkmäler würdig erhalten". 

Scheck

Bild: Scheckübergabe an den Bürgermeister der Stadt Ottweiler, Holger Schäfer

von links nach rechts: Klaus Burr, Ingo Klein, Bürgermeister Holger Schäfer, Hans Heinrich Rödle (Bürgermeister a.D. u. 1. Vorsitzender des Vereins Stadtgeschichtliches Museum)