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Sehr geehrte Damen, sehr geehrte Herren, liebe Mitglieder, Freunde und Gönner des Stadtmuseums Ottweiler, verehrte Gäste!

Ich entbiete Ihnen allen, jedem einzelnen einen herzlichen Willkommensgruß, persönlich, aber auch im Namen des Vorstandes. Schön, dass Sie alle gekommen sind!

Ich wollte eigentlich  auf namentliche  Begrüßungen verzichten. Sie hätten alle gleichermaßen eine persönliche Begrüßung verdient. Aber einige Ausnahmen sind geboten: Sehr herzlich begrüße ich den Landtagsabgeordneten, die Beigeordneten des Landkreises und der Stadt, die Mitglieder des Kreistages, des Stadt.- und  Ortsrates, die Ortsvorsteher von Fürth und Mainzweiler, den ehemaligen Ortsvorsteher von Ottweiler, alle Leihgeber der Spielzeugausstellung, die Nachbarn, Schulleiter und Stellvertreterin unserer Anton-Hansen-Schule, Manfred Ruffing aus Fürth sowie Herrn Dene,  Vorsitzender des Vereins für Landeskunde, der unserem Museum mit Rat und Tat zur Seite gestanden hat.

Sehr geehrte Damen und Herren,

traditionell verbinde ich ja den Treffpunkt „Neujahrsempfang“ mit Informationen aus dem Stadtmuseum mit der so wichtigen Kommunikation im besten Sinne des Wortes. Denn: Information ist die Voraussetzung für Teilhabe. Kommunikation ist und bleibt die Zauberformel für den Zusammenhalt unserer Gesellschaft.

Wir pflegen also Kultur,  eine  Kultur des Miteinanders, geprägt durch persönliche Begegnungen sowie den Werten der Redlichkeit, des Anstandes und der Wahrhaftigkeit!

Ich betone dies deshalb so bewusst, weil ich diese Kultur in unserer Gesellschaft in großer Gefahr sehe. Ich meine das um sich greifende Phänomen des Postfaktums einhergehend mit dem Populismus und  einer Verrohung unserer Gesellschaft.

Das Wort „Postfaktisch“ ist übrigens von der Gesellschaft für deutsche Sprache zum Wort des Jahres 2016 gekürt worden.

Diese neue in Mode gekommene Vokabel bedeutet, dass Meinungen, Beurteilungen, Behauptungen nicht mehr primär auf Tatsachen beruhen, sondern nur noch auf Gefühlen. Kluge Wissenschaftler sehen im postfaktischen Zeitalter die Gefahr der Demokratie der „Nichtwissenwollengesellschaft“ als Folge der Informationsflut in der digitalen Welt, die zentrale Standards wie Objektivität, aber auch Verantwortungsbewusstsein auswäscht. Zitat Ende.

Das tragische daran ist, dass die Wahrheit, die Redlichkeit und der Anstand immer mehr an Gewicht verlieren. Zu der Verbreitung von Falschmeldungen kommt eine massive erschreckende  Verrohung unserer Gesellschaft. Hasskommentare, Beleidigungen, Gewaltandrohungen, Schmähungen  überfluten besonders die sozialen Medien. Und das meist anonym. Schichtweg eine große Sauerei!

 Für diese veröffentlichte Hasskriminalität sind ausschließlich die exorbitant verdienenden Netzwerkbetreiber und die hasserfüllten anonymen Schreiberlinge verantwortlich.

Es ist allerhöchste Zeit, dass auch die sozialen Medien unserem geltenden Medienrecht mit allen Rechten und Pflichten unterworfen werden. Die bewusste Verbreitung von Falschmeldung und ganz besonders der Hasskriminalität muss strafrechtlich bewährt werden. Hier muss null Toleranz herrschen. Wenn die Guten nichts tun, gehört die Welt den Bösen!

Das alles trifft ins Mark unserer Kultur, unseres Zusammenlebens, unseres friedlichen Miteinanders. Es gilt, dies zu verteidigen!

Zurück zum Museum:

Das Jahr 2016 war ein Jahr mit vielen gelungenen Aktivitäten:

Wir haben drei Sonderausstellung eröffnet: „ Kelten und Römer in unserer Heimat“, „Die Entstehung des Landkreises Ottweiler“ und „Altes Spielzeug“. Diese läuft noch bis Ende Januar.

Wir haben zwei der Mitgliedschaft angebotene Fahrten durchgeführt: Zum neuen historische Museum Wallerfangen und  nach Trier zur Neroaustellung.

Ergänzend zu unserer  Kelten- und Römer-Austellung sind von kompetenten Referenten ( Rolf Distler und Peter Klein )zwei fundierte Vorträge zu unserer römischen und  keltischen Vergangenheit gehalten worden. Vier Vorträge fanden im Pavillon statt, dazu ein barocker Spaziergang durch Ottweiler. Referenten waren unsere Vorstandsmitglieder Hartmut Thömmes, Horst Schiffler, Klaus Burr und Dieter Bettinger.

 Apropos Pavillon: Auch mit diesem Thema haben wir uns im Vorstand gefasst. Einhellige Meinung war und ist: Dieses historische Gebäude vom Generalbaumeister Stengel sollte der Öffentlichkeit erhalten bleiben. Die Vermietung des Kirchenkreises an einen Notar finden wir nicht in Ordnung! Die jahrzehntelange öffentliche Nutzung insbesondere mit Kulturveranstaltungen und  Trauungen von Paaren aus allen Teilen unseres  Landes  gehört nun bedauerlicherweise der Vergangenheit an. Mir tut das weh!

Sehr geehrte Gäste,

schon dieses Arbeitsprogramm unseres ehrenamtlich wirkenden Vorstandes kann sich sehen lassen.  Das alles fällt ja nicht vom Himmel, sondern muss im Team hart erarbeitet werden.

Hinzu kommen elf muntere und engagierte Vorstandssitzungen unter meiner Leitung.

Ich denke, alle Vorstandsmitglieder haben dafür ein dickes Dankeschön und Ihren  Applaus verdient.

2017:

In diesem Jahr haben wir uns eine gründliche Beratung einer Zukunftsstrategie vorgenommen. Dazu gehören Fragen der Mitgliederwerbung und -bindung und einer evtl. Neustrukturierung unseres Museums. Auch die Ausweitung unserer Vortragsreihe wird Thema sein.

 Vorgenommen haben wir uns aber auch weitere Sonder- bzw. Wechselausstellungen.

Geplant ist zum Beispiel eine Bilderausstellung in der Treppengallerie mit Schülern unseres Gymnasiums.

 Ganz konkret sind wir in der Vorbereitung einer Ausstellung „500 Jahre Reformation in Ottweiler“.

Zur Pflege des Vereinslebens werden wir wieder zwei Fahrten anbieten, nämlich nach Tholey zur Besichtigung des neuen Schaumbergturmes sowie des Benediktinerklosters und nach Worms zur Besichtigung des Domes und der Stadt mit Stadtmuseum.

Zur besseren Wahrnehmung unseres Museums werden wir im Frühjahr ein über die Straße gespanntes Transparent mit der Aufschrift „Stadtmuseum“ anbringen.

Außerdem haben wir in diesem Jahr ein ganz besonderes Ereignis:

Renovierung und Einrichtung des Museum in Eigenleistung haben wir im Wesentlichen mit Zuschüssen und einer Kreditaufnahme finanziert. Dafür haben wir damals 60.000 DM aufgenommen. In diesem Jahr können wir nun die letzte Rate tilgen. Dabei waren natürlich die Zuwendungen der Geldgeschenke anlässlich meines 65. Geburtstages in Höhe von rd. 11.000 Euro sowie anlässlich meiner Verabschiedung in Höhe von rd. 6.000 Euro  sehr hilfreich.

Zudem können wir am 14. September 2017 unser 20jähriges Eröffnungsjubiläum begehen.

Am 29. März 1995 haben wir den Verein „Stadtgeschichtliches Museum“  gegründet, am 14. September das Museum nach intensiver Sanierungs- und Einrichtungsarbeit eröffnet. Ein stadthistorischer Tag, wie ich finde!

Sehr geehrte Damen, meine Herren, verehrte Gäste,

zum Abschluss meiner Neujahrsrede möchte ich Ihnen für Ihr  Interesse an unserer Arbeit sehr herzlich danken. Dank sage ich auch unseren Sponsoren und Unterstützern beim Imbiss, den Getränken und anderen Hilfestellungen. Ich danke auch dem Bürgermeister und der Verwaltung für die Fortsetzung der wohlwollenden Unterstützung nach meiner Pensionierung. Besonders danke ich Ralf Hoffmann . Er ist da, wenn wir seine Hilfe benötigen.

Ich möchte Ihnen allen und Ihren Lieben ein gutes, gesundes  Jahr 2017 wünschen mit viel persönlicher Zufriedenheit und auch einem Quäntchen Glück. Möge es besser werden, als es angefangen hat. Wünschen wir uns alle gemeinsam, dass die Welt wieder friedlicher werden möge.

 Und es gilt: Wenn die Guten nichts tun, gehört die Welt den Bösen!

Herzlichen Dank für Ihr Kommen, herzlichen Dank für Ihr Bleiben, vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit. Ich wünsche uns nun gute Gespräche und gemeinsamen Genuss beim 2. Frühstück!