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Im Jahre 2014 wurde das 200jährige Bestehen des Landkreises begangen. Landrat a. D. Dr. Rudolf Hinsberger präsentierte im Witwenpalais eine karthographisch gestaltete Ausstellung und eine Broschüre zur Entstehung des Kreises Ottweiler. Der Titel der Ausstellung war „Vom Fürst Ludwig über Napoleon zu Blücher“. Hans-Joachim Hoffmann hielt bereits 2010 innerhalb der 48. Westrichtagung im Landratsamt einen Vortrag „Zur Geschichte des Landkreises Ottweiler“. Hinsberger und Hoffmann stellten nun dem Stadtmuseum ihre Ergebnisse zur Verfügung. Der Verein für das Stadtgeschichtliche Museum erweiterte die Ausstellung um eine Kurzfassung zur Entstehen einer jüdischen Gemeinde in Ottweiler und eine von Hans Werner Büchel bearbeiteten Karte. Hierfür dankte Museumsmitarbeiter Klaus Burr, der die neue Ausstellung konzipierte.



Wer über Ottweiler in der Grafen- und Fürstenzeit, in der Zeit der Französischen Revolution und im folgenden 19. Jahrhundert einen Überblick erhalten möchte, sollte das Stadtmuseum aufsuchen. Ein Besuch lohnt sich.

Klaus Burr verfasste auch eine Begleitschrift zur Ausstellung, den Band 18 der Schriften des Stadtgeschichtlichen Museums. Pfarrer i. R. Hartmut Thömmes stellte die Exponate für die Erinnerung an das jüdische Erbe zur Verfügung.

(Text und Bild: Ralf Hoffmann)

Die museale Darstellung der Ottweiler Stadtgeschichte ist Hauptaufgabe des Vereins Stadtgeschichtlichs Museum. In der Vergangenheit konnten zu diesem Thema bereits zahlreiche erfolgreiche Ausstellungen, wie z. B. Ottweiler in der Grafenzeit, auf die Beine gestellt werden. Die ehrenamtlichen Mitarbeiter der Museums planen jetzt einen weiteren Schritt zurück in die Geschichte zu machen und das Wirken der Kelten und Römer in unserer Region in einer Ausstellung darzustellen.

Am 30.06.2015 fand die ordentliche Mitgliederversammlung des Vereins Stadtgeschichtliches Museum statt. Freundlicherweise hatte uns die Stadtverwaltung ermöglicht die Versammlung im Großen Sitzungssaal des Rathauses durchzuführen. Trotz des hochsommerlichen Wetters waren mehr als 30 Mitglieder der Einladung gefolgt.


Die Deutsche Stiftung Denkmalschutz nahm den Quakbrunnen in Ottweiler in das Programm zum Tag des offenen Denkmals am 13.September 2015 auf. Dies veranlasste Hans-Joachim Hoffmann, sich mit diesem deutschlandweit einzigartigen Brunnendenkmal zu befassen. In seinen beiden Vorträgen in den Räumen des Stadtgeschichtlichen Museums in Ottweiler, Linxweilerstraße 5 stellt Hoffmann am 13. September 2015 um 10.30 und 15.00 Uhr den Saarbrücker Architekten Ludwig Nobis vor, der in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts zu den nicht unbedeutenden Architekten des Saarlandes zählte, entwarf er doch u.a. die Alte Hauptpost in Saarbrücken, die zur Zeit das Kultusministerium beherbergt, und das Rathaus in Püttlingen. Sein Tätigkeitsfeld umfasste neben der Planung öffentlicher Bauten auch die repräsentativer Villen und von Denkmalen. Alle Denkmale weisen einen Bezug zu historischen Ereignissen oder Personen auf. Diese Feststellung trifft auch auf den Quakbrunnen in Ottweiler zu. 

IMG 0377Ottweiler ist reich an Tradition und Geschichte. Tradition und Geschichte wurden von den Nassauer Grafen und Fürsten entscheidend geprägt. In einem eigens gestalteten barocken Zimmer des Stadtgeschichtlichen Museums werden nun Porträts der Fürstenfamilien und Porzellan-Repliken auf Dauer vorgestellt. Anlässlich der Übergabe des Raumes fand im Stadtgeschichtlichen Museum, in der Linxweilerstraße 5, in Ottweiler eine Feierstunde statt.
Eingangs führte Alt-Bürgermeister Hans-Heinrich Rödle, zugleich 1. Vorsitzender des Vereins für das Stadtgeschichtliche Museum, in die Zeit der Ottweiler Grafen und Fürsten ein, vor allem im Hinblick auf das Wirken von Fürst Wilhelm Heinrich. Rödle dankte den Besuchern für ihr Kommen und ihr Interesse an der Museumsarbeit. 
Mit Wilhelm Heinrich regierte erstmals von 1741 bis 1768 ein Fürst die Grafschaft Saarbrücken und damit auch Ottweiler. Ihm folgte in der Regentschaft sein Sohn Ludwig, bei uns besonders bekannt durch seine 2. Ehe mit Katharina Kest, der Reichsgräfin von Ottweiler. Ludwigs Sohn, Erbprinz Heinrich konnte, bedingt durch die Wirren der Französischen Revolution, sein Erbe nicht mehr antreten. 1793 war die Grafschaft Nassau-Saarbrücken erloschen.