Description of image1
Description of image2

Anlässlich der Ausstellung „Barock - Nur schöner Schein?“ vom 11. September 2016 bis zum 19. Februar 2017 haben die Reiss-Engelhorn-Museen Mannheim das kulturtouristische Netzwerk „Barockregion“ ins Leben gerufen und auch Ottweiler neben Städten wie Zweibrücken, Trier, Speyer und Mainz darin aufgenommen. Schlossanlagen, Sakralbauten, Bürgerhäuser, geometrisch ausgerichtete Gartenanlagen oder militärische Festungsbauten - zahlreiche historische Erinnerungsorte zeugen noch heute von der Vielschichtigkeit des Barock. Ergänzend zur Ausstellung wird das barocke Zeitalter dort wieder lebendig. 

Das Ottweiler Stadtmarketing plante und stimmte dazu eine Vortragsreihe mit dem Verein für das Stadtgeschichtliche Museum Ottweiler e. V. und den Reiss-Engelhorn-Museen ab. Die Reiss-Engelhorn-Museen weisen unter anderem auch in der Mannheimer Ausstellung, in Broschüren und im Internet auf die geplanten Ottweiler Aktivitäten hin.

Zum Auftakt erfolgte bereits ein barocker Spaziergang mit Hofprediger Hartmut Thömmes. Nachfolgend steht nun ein Vortrag über Pfarrer Woytt von Professor Horst Schiffler an. Der Ottweiler Pfarrer Georg Christian Woytt war ein Muster eines Theologen der Barockzeit. Seit der Einführung der Reformation in der Grafschaft Ottweiler im Jahre
1575 wirken ohne Unterbrechung evangelische Pfarrer in der ehemaligen Residenzstadt. Ein nicht nur für die Barockzeit herausragender Vertreter dieses Standes tritt uns in der Person G. Chr. Woytts entgegen, der, anders als der spätere Anton Hansen, im allgemeinen Bewusstsein kaum einen Platz gefunden hat. Dabei gibt es zahlreiche bemerkenswerte Facetten seines Lebens und Wirkens. In 38 Dienstjahren bekleidete Woytt die Ämter des Diakons, des 1. Pfarrers, Synodalinspektors und Hofpredigers; Interesse verdient auch sein persönliches Schicksal. 
Besonderes Ansehen erwarb er sich durch seine Aktivitäten für Stadt und Region, insbesondere durch seine Leistungen als Theologe, Pädagoge und Dichter. Auf der Grundlage auch bisher nicht berücksichtigter Quellen geht der Vortrag der Frage nach, ob und in welchem Maße dieser Pfarrer, der von 1718/19 bis 1756 in Ottweiler wirkte, dem Selbstbild und historischen Muster eines Theologen der Barockzeit entsprach. Es werden mehrere Zeugnisse seines Wirkens erstmals - auch im Bild - der Öffentlichkeit vorgestellt.


· Pfarrer Woytt - Muster eines barocken Theologen (Prof. Horst Schiffler) 05.10.2016; 20 Uhr 
· Barock à la carte - Kartographie im Fokus von Kunst und Technik (Harald Raber) 12.10.2016; 20 Uhr
· Fürst Ludwig und seine große Liebe - ein szenischer Vortrag (Klaus Burr, Brigitte Meister) 19.10.2016; 20 Uhr
· Generalbaumeister Stengel und Ottweiler (Dieter Robert Bettinger) 26.10.2016; 20 Uhr
Die Vorträge sind alle im Stengel-Pavillon, Bliesstraße 2 (am Rosengarten), in Ottweiler. Der Eintritt ist kostenfrei.
Veranstalter: Stadtmarketing Ottweiler in Zusammenarbeit mit dem Verein für das Stadtgeschichtliche Museum. Mehr Informationen: Tel. 06824 300865, Ralf Hoffmann

Der Verein Stadtgeschichtliches Museum Ottweiler e.V. führt am

                 03. Oktober 2016  (Tag der Deutschen Einheit)

eine Bildungsreise nach Trier ins Rheinische Landesmuseum zur Ausstellung

                 N E R O -   Kaiser, Künstler und Tyrann

durch.

 Es ist folgender Tagesablauf vorgesehen:

08.00 Uhr   Abfahrt am Landratsamt (gegenüber Möbel Philippi)

10.00 Uhr   Besichtigungsbeginn für die 1. Gruppe

10.15 Uhr   Besichtigungsbeginn für die 2. Gruppe

12.00 Uhr   bis 15.00 Uhr   Zeit zur freien Verfügung

                     (Stadt-u. Denkmalbesichtigung, Einkaufsbummel, Mittagessen,

                     evtl. Besuch weiterer Museen pp.)

15.30 Uhr   Weiterfahrt in ein Ausfluglokal im Ruwertal

                      (Abfahrt gleiche Stelle wie Ankunft)

17.30 Uhr   Rückfahrt

19.00 Uhr   Ankunft Ottweiler

Der Fahrpreis einschließlich Eintritt für das Museum beträgt 26,-- EUR/Pers.

und ist auf folgendes Konto des Vereins zu überweisen:

IBAN: DE91 5925 2046 0007 0069 77                                                                                              BIC:      SALADE51NKS                                                                                           

Der Eingang der Zahlung gilt als verbindliche Anmeldung. Die Teilnahmemöglichkeit richtet sich nach der Reihenfolge des Zahlungseingangs.

Freunde und Gönner des Vereins sind willkommen.

Anmeldeschluss ist der 26. Sept. 2016.

Weitere Auskünfte erteilt Paul-Gerhard Zeiger, Tel. 0 163 4 27 27 02.

Mit einer Begrüßung durch Hans-Heinrich Rödle, 1. Vorsitzender des Vereins für das Stadtgeschichtliche Museum Ottweiler e.V., zugleich Bürgermeister i. R., und einem informativen Vortrag von Dieter Robert Bettinger ist die Ausstellungsreihe im Stadtmuseum aktuell im Zeichen der „Kelten und Römer in unserer Heimat“ fortgesetzt worden.

Zahlreiche Interessierte fanden sich dazu zu einer kleinen Feierstunde ein, darunter offizielle Vertreter der Stadt, des Stadtrates, des Kreises, befreundeter kultureller Einrichtungen und der Presse.

Rödle: „Unsere kleiner, aber feine Ausstellung und besonders die begleitende Schrift über das Leben und Wirken der Kelten und Römer in unserer Heimat befassen sich bewusst mit der großen Geschichte und der lokalen Geschichte - bis hin zur spannenden Beschreibung der Ausgrabungen der römischen Villa am Sicklerweg im Frühjahr 1965. Der Verfasser der Schrift, der Ottweiler Historiker Dieter Robert Bettinger war damals dabei, der weitere Verfasser der Archäologe Rolf Distler noch nicht geboren.“ Über zwei Jahre habe das Team des Museums mit den Vorbereitungsarbeiten benötigt. Die Mühe habe sich gelohnt, dies auch dank der Unterstützung des Restaurators des Landesdenkmalamtes Alexander Domprobst. Rolf Distler, der bereits erwähnte Archäologe, wird ergänzend einen Vortrag zum Thema anbieten, auf den eigens hingewiesen wird.

Als eindrucksvolles Beispiel für die römischer Kultur werden einmalige Funde aus einer Ottweiler Villa und aus Fürth präsentiert. Der keltische Kulturkreis wird von einem spätkeltischen Kriegergrab aus Mainzweiler und einigen Grabbeilagen veranschaulicht. Nicht nur Gräber und Scherben sind im Laufe der Zeit gefunden worden. Teilweise schlummern Mauerwerke und Reste von hypokaustischen Heizungsanlagen in der Erde. Sie wurden nur zeitweise freigelegt und wieder zugeschüttet.

Abgerundet wird die sehenswerte, vor allem für Schulklassen aufschlussreiche Ausstellung durch verschiedene Leihgaben, die unter anderem der Kulturverein Wiebelskirchen und der Europäische Kulturpark Bliesbruck-Reinheim beisteuerte.

Geöffnet ist das Stadtmuseum jeden ersten Sontag im Monat von 14 bis 17 Uhr sowie auf Anfrage, Tel. 06824 3511.

Bilder zu dieser Veranstaltung finden Sie hier

Text: Ralf Hofmann (Stadt Ottweiler), Bilder: Jörg Dammann

Nach mehr als zwei Jahren intensiver Vorbereitung freut sich das Team vom Stadtgeschichlichen Museum endlich die Ausstellung "Kelten und Römer in unserer Heimat" zu eröffnen. Gezeigt wird die Ausstellung ab 17.4.2016 zu den üblichen Öffnungszeiten im Stadtgeschichtlichen Museum in Ottweiler in der Linxweilerstraße 5.  Die Austellung befasst sich mit den Kelten und Römern in unserer Heimat, deren Leben und Wirken sowie ihrer Kultur. Als eindrucksvolles Beispiel für die römische Kultur präsentieren wir einmalige Funder aus der Villa von Ottweiler und aus Ottweiler-Fürth. Der keltische Kulturkreis wird durch ein spätkeltisches Kriegsgrab aus Ottweiler-Mainzweiler und einigen weiteren Grabbeigaben veranschaulicht. Das Hauptanliegen der Ausstellung ist es, das Wirken der Keltenstämme im heutigen Gebiet unserer Stadt aufzuzeigen und die Akkulturation römischer Sitten und Bräuche durch die unterworfene Gesellschaft zu verdeutlichen

 

Im Jahre 2014 wurde das 200jährige Bestehen des Landkreises begangen. Landrat a. D. Dr. Rudolf Hinsberger präsentierte im Witwenpalais eine karthographisch gestaltete Ausstellung und eine Broschüre zur Entstehung des Kreises Ottweiler. Der Titel der Ausstellung war „Vom Fürst Ludwig über Napoleon zu Blücher“. Hans-Joachim Hoffmann hielt bereits 2010 innerhalb der 48. Westrichtagung im Landratsamt einen Vortrag „Zur Geschichte des Landkreises Ottweiler“. Hinsberger und Hoffmann stellten nun dem Stadtmuseum ihre Ergebnisse zur Verfügung. Der Verein für das Stadtgeschichtliche Museum erweiterte die Ausstellung um eine Kurzfassung zur Entstehen einer jüdischen Gemeinde in Ottweiler und eine von Hans Werner Büchel bearbeiteten Karte. Hierfür dankte Museumsmitarbeiter Klaus Burr, der die neue Ausstellung konzipierte.



Wer über Ottweiler in der Grafen- und Fürstenzeit, in der Zeit der Französischen Revolution und im folgenden 19. Jahrhundert einen Überblick erhalten möchte, sollte das Stadtmuseum aufsuchen. Ein Besuch lohnt sich.

Klaus Burr verfasste auch eine Begleitschrift zur Ausstellung, den Band 18 der Schriften des Stadtgeschichtlichen Museums. Pfarrer i. R. Hartmut Thömmes stellte die Exponate für die Erinnerung an das jüdische Erbe zur Verfügung.

(Text und Bild: Ralf Hoffmann)